GDI-DE - Geodateninfrastruktur Deutschland

Die Geodateninfrastruktur Deutschland (GDI-DE) ist ein gemeinschaftliches Projekt von Bund, Ländern und Kommunen mit dem Ziel, Geodaten verschiedener Verwaltungsebenen länder- und ressortübergreifend durch standardisierte Dienste bereitzustellen. Sie ist zugleich der deutsche Beitrag zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE).

Der Auftrag zum gemeinsamen Aufbau der GDI-DE wurde von den Chefs des Bundeskanzleramtes und der Staats- und Senatskanzleien der Länder am 28. November 2003 erteilt.

Die aktuelle Verwaltungsvereinbarung (VV GDI-DE) zwischen Bund und Ländern regelt den Ausbau und Betrieb der GDI-DE. Sie wurde vom Bund und allen Ländern unterzeichnet und trat zum 01. Januar 2018 in Kraft.

Das Geodatenzugangsgesetz (GeoZG) vom 10. Februar 2009 bildet sowohl für den Aufbau einer nationalen Geodateninfrastruktur als auch für die Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie auf Bundesebene die rechtliche Grundlage.

Im Architekturkonzept der GDI-DE wird ein abgestimmtes Vorgehen zwischen Bund, Ländern und Kommunen unter Einbeziehung der Interessen von Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft verlangt. Dabei werden grundsätzliche Festlegungen, spezielle technische Festlegungen sowie Empfehlungen als Kategorien unterschieden.
In den Dokumenten Ziele und Grundlagen, Technik und Maßnahmenplan werden die grundsätzlichen Festlegungen dargelegt.

Zur Erfüllung der daraus resultierenden Aufgaben wurden folgende Einrichtungen geschaffen:

  • Das Lenkungsgremium der GDI-DE setzt sich aus Vertretern des Bundes, der 16 Bundesländer und der drei kommunalen Spitzenverbände zusammen. Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft wirken beratend mit. Es steuert und koordiniert den Aufbau und die Entwicklung der GDI-DE und nimmt die Funktion als nationale Anlaufstelle zur Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie wahr.
  • Die Koordinierungsstelle der GDI-DE koordiniert die Ausführung der Beschlüsse und Aufträge des Lenkungsgremiums und wurde beim Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) eingerichtet.
  • Die Kontaktstellen der Vereinbarungspartner unterstützen die Koordinierungsstelle bei der Erledigung der notwendigen Aufgaben (Abb.).

 

Weiterführende Informationen:

Geoportal.de

Informationsflyer der GDI-DE

Informationsflyer Architektur der GDI-DE